Sonnenfänger im Sturm: Mit diesem Cabrio lässt BMW die Herbstdepressionen vergessen

Während sich draußen so langsam der Himmel zuzieht und die grauen Wolken schwer auf die Seele drücken, macht BMW schon einmal Lust auf den nächsten Frühling. Denn im Kampf gegen die Herbstdepressionen und die Fluate bei den Zulassungen ziehen die Bayern schon jetzt das Tuch vom Achter Cabrio – dabei ist das gerade vorgestellte Coupé noch gar nicht im Handel. Aber weil so eine Kaufentscheidung schließlich ein bisschen reifen muss, erst recht, wenn der Grundpreis bei stolzen 108 000 Euro liegt, kann ein bisschen Vorlauf vor der Markteinführung im März 2019 ja nicht schaden.

Für einen Aufpreis von glatten 8 000 Euro bietet das Cabrio eine zusätzliche Erlebnisdimension und spielt noch mehr mit den Sinnen, als es das Coupé ohnehin schon tut. Denn zum leidenschaftlichen Design, der sportlichen Abstimmung und den potenten Motoren gibt es nun neben dem serienmäßigen Windschott und der optionalen Nackenheizung auch noch ein Stoffdach, das sich binnen 15 Sekunden elektrisch hinter die Rückbank faltet. Während sich am Kofferraumvolumen von 350 Litern dadurch nichts ändert, haben die Sinne dann noch mehr Reize zu verarbeiten: Schließlich brennt einem dann plötzlich die Sonne auf der Haut, es riecht nach Leben und nicht nur nach Lack und Leder, der Wind zupft an den Haaren und der von eine Klappenauspuff verstärkte Motorsound kitzelt das Trommelfell.

Die Musik dazu spielen die beiden bekannten Triebwerke aus dem Coupé, die auch im Cabrio ausschließlich mit Allrad und Achtgang-Automatik angeboten werden: Wer halbwegs vernünftig bleiben will, dem empfehlen die Bayern den 640d, den ein drei Liter großer Sechszylinder-Diesel mit 320 PS und 620 Nm in 5,2 Sekunden auf Tempo 100 und danach mühelos auf 250 Sachen beschleunigt. Und wer es tatsächlich offenen Sportwagen wie dem Elfer Cabrio aufnehmen will, dem machen sie den M850i schmackhaft: Als M Performance-Modell ist der nicht nur noch ein bisschen stärker überzeichnet und wirkt so provokant wie ein ausgetreckter Mittelfinger im Samthandschuh. Sondern vor allem bekommt er eine weitere Evolutionsstufe des bekannten V8-Motors, mit der die Leistung des 4,4 Liter Triebwerks auf 530 PS und das maximale Drehmoment auf 750 Nm klettert. Das reicht für einen Sprintwert von 3,9 Sekunden und macht die 250 km/h Spitze zu einer reinen Formalität. Gut, dass es bald auch ein M8-Cabrio mit angeblich um die 650 PS geben wird, das dann mindestens 300 km/h schafft und so tatsächlich zum Freiluft-Sportler wird.

Mit dem Cabrio macht BMW aber nicht nur Lust aufs nächste Frühjahr, sondern löst auch ein Problem des Coupés. Das ist nämlich hinten so eng, dass man den Kopf zwischen die Knie nehmen muss, wenn man ihn sich nicht dauernd am Dach stoßen möchte. Was jetzt noch fehlt, ist der menschenwürdige Zustieg zum Fond, den selbst das Cabrio nur eingeschränkt bieten kann. Aber auch dafür haben die Bayern schon eine Lösung in der Pipeline: Später im Jahr kommt der Achter als Gran Coupé – und hat dann vier Türen.



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