Schwelgen im Altmetall

BMW 328 "Bügelfalte": Der Rennwagen von BMW holte 1940 den Gesamtsieg bei der Mille Miglia.

Perfekt restaurierte Autos, fein herausgeputzte Menschen und alles zusammen in einer stilvollen, großbürgerlichen Umgebung – so muss man sich den Concorso d’Eleganza Villa d’Este am Comer See vorstellen, einen Schönheitssalon für Automobile, der in diesem Jahr vom 23. bis 25. April stattfindet. Seit zwölf Jahren hat BMW das Patronat dieser Veranstaltung inne, die inzwischen zu den wichtigsten dieser Art weltweit zählt. Logisch, dass BMW den Großauflauf am Comer See auch zur Präsentation hauseigener Auto-Preziosen nutzt. Da sich in diesem Jahr der Gesamtsieg bei der Mille Miglia zum siebzigsten Mal jährt, stellen die Münchner beim Concorso alle Mille-Miglia-Fahrzeuge der Marke bei einer Sonderausstellung vor. Darunter natürlich auch das berühmte BMW 328 Coupé mit dem Spitznamen “Bügelfalte”, dessen Aluminiumkarosserie auf den Kotflügeln die namensgebenden Kniffe zeigt.

Talbot-Lago: Der Sportwagen mit der Tropfenkarosserie nahm 1939 am 24-Stunden-Rennen von Le Mans teil.

Für den eigentlichen Schönheitswettbewerb der Oldies aus aller Welt hat die Jury eine Vorauswahl von 52 Fahrzeugen nominiert. Darunter zum Beispiel den Talbot-Lago T 150 C S Goutte d’Eau aus dem Jahr 1938, der mit einer speziellen Karosserie von Figoni & Falaschi ausgestattet ist. Oder ein Jaguar XKC 120 von 1952, der als erstes Auto dieses Typs in die USA geliefert wurde und dort vom späteren Formel-1-Weltmeister Phil Hill sehr erfolgreich bewegt wurde. Mit einem 3,4-Liter-Sechszylindermotor und gut 220 PS Leistung war der Jaguar C-Type zirka 230 km/h schnell. Außerdem im Feld ist ein Alfa Romeo Giulia 1600 Sport mit einer Karosserie von Pininfarina, der 1964 als Studie auf der Motorshow in Turin präsentiert wurde. Das Auto befindet sich im Originalzustand und trägt noch immer die erste Lackierung.