Rauf aufs WM-Trittbrett: Opel beklebt den Corsa

Opel Corsa im WM-Look: Die Rüsselsheimer betonen, das Schwarz-Rot-Gold-Dekor lasse sich auch wieder entfernen.

Das marketingmäßige Warmlaufen für die Fußball-WM in Südafrika hat längst begonnen – und jetzt gibt es auch einen skurrilen Beitrag aus der Automobilindustrie. Zeitgleich zur Nominierung des vorläufigen DFB-Kaders stellte Opel ein “sportliches Sondermodell für Fans” vor. Das Auto heißt, geschickt die strengen Fifa-Regularien betreffs Sponsoren umschiffend, Opel Corsa “Fußball-Weltmeisterschafts-Edition”. Wie nicht anders zu erwarten, gibt es den Kleinwagen ausschließlich in weißer Lackierung und mit schwarzen 17-Zoll-Felgen. Damit auch auffällt, für welches Team das Fußball-Herz des Fahrers schlägt, gibt es ein schwarz-rot-goldenes Dekor über die Karosserieflanke und dazu auch schwarz-rot-gold eingefärbte Außenspiegelgehäuse. Man kann sich so die lästig flatternden Fan-Fähnchen sparen, die zwischen Scheibe und Türrahmen geklemmt werden.

Mindestens 15.160 Euro kostet der Opel Corsa im deutschen Dress, für diesen Preis steckt ein 1,4-Liter-Benziner mit 87 PS unter der Haube. Damit der Wertverlust nach einem womöglich frühen Ausscheiden der DFB-Elf oder bei einem Verkauf an einen Fußballfan anderer Nationalität (zum Beispiel aus Griechenland) nicht allzu arg ist, hat sich Opel etwas Schlaues einfallen lassen: “Wer nur für die Zeit der WM Flagge zeigen möchte, kann das schwarz-rot-goldene Dekor wieder entfernen lassen und fährt dann einen Corsa in trendiger Schwarzweiß-Kombination.”


Ferrari im Porzellan-Look

Wie ein Spinnennetz – oder eben wie Sprünge in kostbarem Porzellan – ziehen sich dunkle Linien über die Karosserie des 599 GTB Fiorano.

Wie ein Spinnennetz – oder eben wie Sprünge in kostbarem Porzellan – ziehen sich dunkle Linien über die Karosserie des 599 GTB Fiorano.

Manchmal kann es gar nicht exklusiv genug sein, und exklusiver als in diesem Fall geht es tatsächlich nicht. Am 3. November wird in Peking ein Ferrari versteigert, den es so nur ein einziges Mal weltweit gibt. Das Modell vom Typ 599 GTB Fiorano wurde vom chinesischen Künstler – und Ferrari-Fahrer – Lu Hao gestaltet und wirkt sehr zerbrechlich. Das liegt daran, dass die Karosseriebemalung die Oberfläche des höchst seltenen und wertvollen Ge-Kiln-Porzellans aus der Song-Dynastie nachahmt – was ein bisschen so wirkt, als gehe das komplette Auto in Kürze in Scherben.

Das ist natürlich keineswegs der Fall. Vielmehr ist der Wagen ein weiteres Mosaiksteinchen in Ferraris Strategie, den Aufsteigern in Fernost die Freuden des flotten Fahrens schmackhaft zu machen und dabei die Produkte aus Maranello in den Mittelpunkt zu stellen. Der Erlös der Auktion, bei der das Auto-Unikat unter den Hammer kommt, kommt übrigens einer Institution zugute, die Fahrzeugbau-Studenten in China unterstützt.