Der könnte es packen: Als Kombi wird aus dem Opel-Flaggschiff ein vornehmer Frachtdampfer

Opel Insignia Sports Tourer

Opel Insignia Sports Tourer

Die Kulisse hätte Opel kaum besser wählen können. Denn ausgerechnet im Hamburger Hafen haben die Hessen jetzt den Insignia Sports Tourer vom Stapel gelassen. Das passt gleich doppelt: Schließlich ist der Insignia das Flaggschiff der designierten Peugeot-Schwester und als Kombi wird er nun auch noch zum vornehmen Frachtdampfer. Bei den Händlern legt er schon Ende Juni ab und die Passage für die großen Pakete gibt es zu Preisen ab 26 690 Euro – exakt 1 000 Euro mehr als bei der Fließhecklimousine Grand Sport.

Dass der Sports Tourer so ein einladendes Wesen hat, verdankt er seinem neuen Format: So geht der Kombi um knapp zehn Zentimeter in die Länge und misst nun 4,99 Meter. Weil sich zugleich der Radstand auf 2,83 Meter streckt, haben schon die Hinterbänkler deutlich mehr Platz als bisher. Und weil das Auto auch noch spürbar in die Breite geht, legt der Kofferraum am Ende um mehr als 100 Liter zu. Bei stehender Rückbank fasst er nun 560 und mit flachgelegter Lehne sind es 1 665 Liter. Noch immer nicht so viel wie der VW Passat Variant, aber mehr als beim BMW 3er Touring, beim Audi A4 Avant und vor allem beim Ford Mondeo. Einladend ist auch die Technik der Sports Tourer: Denn nachdem es der kleine Bruder Astra vorgemacht hat, kommt nun auch der große Kombi mit einer elektrischen Heckklappe, die auf einen angedeuteten Fußtritt reagiert.

Opel Insignia Sports Tourer

Opel Insignia Sports Tourer

Überhaupt die Ausstattung: Das Design mit dem flachen Grill der Monza-Studie und dem eigenwilligen Chromstreifen bis hinunter zum Fuß der D-Säule ist Geschmackssache und innen ist vom Aufstieg nicht viel mehr geblieben als ein minimal gewachsener Touchscreen. Doch bei den Annehmlichkeiten für Fahrer und Passagiere macht das neue Flaggschiff tatsächlich einen Sprung: So baut Opel erstmals ein Head-Up-Display ein und verzichtet dabei auf die alberne Plastikscheibe, wie man sie aus dem Passat kennt. Neben den Sitzen in der ersten Reihe und dem Lenkrad kann man nun auch die Außenplätze im Fond beheizen, es gibt zum Rangieren eine 360 Grad-Kamera und ein Warnsystem, wenn hinter dem Auto andere Verkehrsteilnehmer queren und natürlich hält der Insignia automatisch Abstand und unterstützt beim Lenken. Und weil er eine strahlende Erscheinung sein will, gibt es die nächste Generation LED-Matrix-Licht mit einer noch präziseren Verteilung der Leuchtkeule.

In Fahrt bringen den trotz seines größeren Formats um bis zu 200 KiIo abgespeckten Insignia dabei zunächst Benziner mit 140 bis 260 PS und Diesel mit einem anfangs eher schmalen Leistungsband von 110 bis 170 PS, die man zumeist schon aus Astra & Co kennt. Dazu gibt es ein neues, sehr geschmeidiges Sechsgang-Getriebe, eine ebenfalls tadellose Automatik mit acht Gängen und für die stärkeren Versionen auch einen neuen Allradantrieb.

Opel Insignia Sports Tourer

Opel Insignia Sports Tourer

Der Insignia fährt solide und mit dem starken Diesel hat er sicher auch dann noch genug Dampft, wenn man den Laderaum mal voll ausnutzt und das Maximum von gut 600 Kilo schultert. 400 Nm sind schließlich ein Pfund, mit dem man ordentlich wuchern kann. Nicht umsonst kommt der Ölbrenner in 9,2 Sekunden auf Tempo 100 und schafft bis zu 220 km/h. Er bietet in weiten Teilen eine sehr ordentliche Ausstattung, man sitzt bequem und man hat für Kind und Kegel Platz ohne Ende.

Doch bei allem Respekt vor dem großen Schritt, den Opel beim Generationswechsel hingelegt hat, bleibt auch der Sports Tourer nicht ohne Fehl und Tadel. Im Gegenteil: Zu den Mankos der Limousine wie etwa dem eher altmodischen Cockpit und den viel zu kleinen Displays kommen ausgerechnet bei dem Praktiker noch ein paar unpraktische Patzer dazu. So surrt die Kofferraumabdeckung zwar nach einem Fingerschnipp automatisch nach oben, muss nach dem Laden aber mühsam von Hand wieder in Position gebracht werden, damit man nach hinten überhaupt etwas sieht.

Opel Insignia Sports Tourer

Opel Insignia Sports Tourer

Im Rennen mit VW Passat Variant und Ford Mondeo Turnier hat Opel damit zwar den Rückstand verkürzt, mit den Konkurrenten aber allenfalls bei gutem Willen gleichgezogen. Doch noch ist ja nicht aller Tage Abend und ein As haben sie in Rüsselsheim noch im Ärmel: Im Herbst kommt als dritter im Bunde der Country Tourer, mit dem Opel zumindest Ford und die ganzen Importeure rechts überholt. Denn bis auf den Passat Alltrack ist der Geländekombi allein in seiner Klasse. Spätestens dann sollte es der Insignia endgültig packen.


Auf die praktische Tour: Als Sports Tourer will der neue Opel Insignia die Konkurrenz verladen

Opel riskiert auf dem Genfer Salon eine große Klappe und probiert es bei der Insignia-Premiere auch auf die praktische Tour. Denn wenn die Hessen Anfang März ihr neues Flaggschiff enthüllen dreht es sich nicht nur als Grand Sport mit schnittigem Fließheck im Rampenlicht. Sondern zur gleichen Zeit zieht Firmenchef Karl-Thomas Neumann auch das Tuch von der nächsten Generation des Kombis, der erneut auf den Namen Sports Tourer hört. „Das ist das Raumschiff aus Rüsselsheim und erfüllt quasi jeden Transportwunsch – egal ob im Beruf oder in der Freizeit“, schwärmt der Opel-Vorstand mit Blick auf die neuen Platzverhältnisse.

Dass der Sports Tourer so ein einladendes Wesen hat, verdankt er seinem neuen Format: So geht der Kombi um acht Zentimeter in die Länge und misst nun 4,98 Meter. Weil sich zugleich der Radstand auf 2,83 Meter streckt, haben schon die Hinterbänkler deutlich mehr Platz als bisher. Und weil das Auto auch noch spürbar in die Breite geht, legt der Kofferraum am Ende um mehr als 100 Liter zu und fasst jetzt 1 640 Liter. Noch immer nicht so viel wie der VW Passat Variant, aber mehr als beim BMW 3er Touring, beim Audi A4 Avant und vor allem beim Ford Mondeo. Einladend ist auch die Technik der Sports Tourer: Denn nachdem es der kleine Bruder Astra vorgemacht hat, kommt nun auch der große Kombi mit einer elektrischen Heckklappe, die auf einen angedeuteten Fußtritt reagiert,

Überhaupt die Ausstattung: Das Design mit dem flachen Grill der Monza-Studie und dem eigenwilligen Chromstreifen bis hinunter zum Fuß der D-Säule ist Geschmackssache und innen ist vom Aufstieg nicht viel mehr geblieben als ein minimal gewachsener Touchscreen. Doch bei den Annehmlichkeiten für Fahrer und Passagiere macht das neue Flaggschiff tatsächlich einen Sprung:

So baut Opel erstmals ein Head-Up-Display ein und verzichtet dabei auf die alberne Plastikscheibe, wie man sie aus dem Passat kennt. Neben den Sitzen in der ersten Reihe und dem Lenkrad kann man nun auch die Außenplätze im Fond beheizen, es gibt zum Rangieren eine 360 Grad-Kamera und ein Warnsystem, wenn hinter dem Auto andere Verkehrsteilnehmer queren und natürlich hält der Insignia automatisch Abstand und unterstützt beim Lenken. Und weil er eine strahlende Erscheinung sein will, gibt es die nächste Generation LED-Matrix-Licht mit einer noch präziseren Verteilung der Leuchtkeule.

In Fahrt bringen den trotz seines größeren Formats um bis zu 200 KiIo abgespeckten Insignia dabei zunächst Benziner mit 140 bis 250 PS und Diesel mit einem anfangs eher schmalen Leistungsband von 110 bis 170 PS, die man zumeist schon aus Astra& Co kennt. Dazu gibt es ein neues, sehr geschmeidiges Sechsgang-Getriebe, eine ebenfalls tadellose Automatik mit acht Gängen und für die stärkeren Versionen auch einen neuen Allradantrieb.

Mit dem Sports Tourer wird der Insignia gar vollends zum perfekten Reisewagen, sagen sie bei Opel und erweitern deshalb im vorauseilenden gehorsam gleich auch noch das Service-Spektrum bei ihrem Telematikdienst OnStar. Wer dort von unterwegs einen Berater anruft, der kann sich vom Callcenter künftig nicht nur den Weg sagen, sondern gleich auch noch ein Hotel buchen lassen.