Renner to Remember: Mit dem Senna setzt McLaren seinem berühmtesten Fahrer ein würdiges Denkmal

Die letzten ihrer Art? Sollen die Pessimisten doch munter den Abgesang auf den Supersportwagen anstimmen. Die PS-Franktion sieht das ein bisschen anders – und dreht erst recht noch einmal auf. Denn so, wie Mercedes gerade das Project One lanciert und Aston Martin die Millionen für den Valkyrie einsammelt, so legt jetzt auch McLaren nach und bringt als nächstes Modell der Ultimate Series ein Auto in Stellung, das kaum einen berühmteren Namen tragen könnte: Senna heißt der Tiefflieger, den die Briten selbst als extremstes Straßenauto bezeichnen, das die Firme je gebaut hat – den legendären F1 eingeschlossen.

Seinem berühmten Paten macht der Zweisitzer mit dem radikal reduzierten Cockpit aller Ehre. Nicht nur, weil er so scharf aussieht, dass man an der Straßenzulassung zweifeln möchte. Sondern vor allem, wie auch die Motor- und Fahrleistungen nicht mehr von dieser Welt sind. Denn immerhin kitzeln die Briten aus dem 4,0 Liter großen, längs im Heck montierten V8 mit Hilfe zweiter Turbos irrwitzige 800 PS und 800 Nm – so stark war noch kein anderes Straßenfahrzeug von McLaren davor. Bei einem Gewicht von 1198 Kilo ergibt das ein Leistungsgewicht von 0,67 PS pro Kilo und garantiert eine Beschleunigung, wie man sie selbst in Supersportwagen nur selten erlebt: Von 0 auf 100 in 2,8, von 0 auf 200 in 6,8 und von 0 auf 300 in 17,5 Sekunden haben die Briten ermittelt und das Spitzentempo schon mal auf 340 km/h taxiert. Und weil eine gute Beschleunigung nur die halbe Miete ist, gibt es obendrein auch noch Bremsen mit nahezu ultimativem Biss: Die Verzögerung von 200 auf 0 km/h jedenfalls schafft der Senna in weniger als 100 Metern und die aktive Aerodynamik sorgt dabei mit bis zu 800 Kilo Abtrieb für die nötige Bodenhaftung.

Zwar hat dieses irrwitzige Vergnügen seinen Preis. Doch die Interessenten scheinen sich an den 922 250 Euro nicht zu stören, die McLaren für den Senna verlangt. Denn limitiert auf 500 Autos, von denen jedes in Woking in 300 Stunden Handarbeit montiert wird, war der Renner to Remember bereits ausverkauft, bevor ein künftiger Kunde auch nur ein Modell gesehen hat.