Smarte Kombination – Mercedes programmiert “Drive-App” fürs iPhone

Smarte Applikation: Ein Zusatzprogramm von Mercedes macht das iPhone zum erweiterten Bordcomputer im Smart.

Mercedes hat für den Smart das angeblich erste iPhone-App programmiert, das den Fahrer im nervigen Stadtverkehr wirklich unterstützen kann. Mit dem kleinen Zusatzprogramm, das in wenigen Sekunden geladen und auf dem Telefon installiert ist, wird das iPhone zum erweiterten Bordcomputer. Denn prompt wird aus dem Apple-Bestseller nicht die Freisprechanlage und die Musikdatenbank für das Audiosystem des Autos, sondern das iPhone wird auch zum ortskundigen Navigator. Und zwar nicht nur beim Fahren: Wer vor dem Aussteigen die Position speichert, wird nach Einkaufsbummel oder Sightseeing wieder zurück zum Parkplatz gelotst.

Allerdings braucht man für die smarte Kombination nicht nur das App, das mit 9,99 Euro vergleichsweise günstig ist. Sondern man muss auch eine spezielle iPhone-Halterung im Auto installieren lassen, für die Mercedes 240 Euro plus Montage berechnet. Und wer dann tatsächlich navigieren möchte, der benötigt noch ein Upgrade für 49,99 Euro im Jahr, das dann aber auch ständig aktualisierte Karten bereit hält.

Ausgereizt sei die Idee des Apps damit noch nicht, sagt Mercedes. Vielmehr arbeiten die Schwaben an einer Videokamera hinter der Frontscheibe, die über WLAN mit dem Telefon gekoppelt werden und Tempolimit-Schilder erkennen soll. Wer bei der Spielerei am Telefon während der Fahrt womöglich den Überblick verliert, ist so wenigstens vor Knöllchen wegen zu schnellen Fahrens geschützt.


Straßenkunst: Mitten in Manhattan und trotzdem über den Dingen

Einblicke und Ausblicke in einem: So könnten Landkarten in Zukunft aussehen

Auf den ersten Blick wirkt diese Karte von Manhattan ein wenig verwirrend. Doch wer sich erst einmal in die Grafik hineindenkt, sieht New York aus einer völlig neuen Perspektive: Man steht mitten im Leben und doch über den Dingen. Denn die Straßenkünstler des Londoner Designstudios BERG haben sich kurzerhand den Horizont geschenkt und so eine einzigartige Projektion des Stadtplans erstellt. Schritt für Schritt kippt der Blickwinkel und verwandelt das Bild von einer Ein- in eine Draufsicht. Was auf den ersten Blick wirkt wie pure Kunst, hat auch einen praktischen Hintergrund: “So müssen Landkarten in Zukunft sein”, sagt Jack Schulze, der an dem Projekt mitgewirkt hat. Wer braucht auf Navigationsbildschirmen oder Computergrafiken schon einen Streifen Himmel, wenn er sich in den Straßen zurecht finden will.

Weil die skurrile Stadtkarte aber nicht nur bei der Orientierung hilft, sondern obendrein auch hübsch aussieht, haben die Designer je tausend Exemplare mit dem hier gezeigten Blick von Downtown nach Upton und umgekehrt als Kunstdruck aufgelegt, der nun für 45 Euro pro Stück verkauft wird.