Let the sun shine in: Mit dem neuen Mini Cabrio kann der Sommer kommen

So ganz langsam wird es Zeit für die Sonnenbrille und eine Creme mit hohem Lichtschutzfaktor. Denn rund zwei Jahre nach dem Generationswechsel gibt es den neuen Mini jetzt auch wieder als Cabrio. Der kleine Luftikus kommt als vierte und letzte Karosserievariante des britischen Bestsellers Anfang März in den Handel und startet bei 21 900 Euro.

Für einen Frischliftzuschlag von rund 4000 Euro gibt es dann ein Cabrio, das alles ein kleines bisschen besser macht als sein Vorgänger. Genau wie alle anderen neuen Minis legt auch das Open-Air-Modell in jeder Dimension ein paar Fingerbreit zu, wird zehn Zentimeter länger und vier Zentimeter breiter. Wirklich geräumig ist das Auto zwar auch dann noch nicht. Aber vorne reicht es nun für eine sittliche Distanz beim Sonnenbad und hinten zumindest zur Not für zwei Passagiere – die bei offenem Dach endlich auch mal bequem einsteigen können. Das Ambiente wird mit dem Generationswechsel wird etwas feiner und die Liste der Ausstattung länger. Und selbst für die Koffer gibt es jetzt mehr Platz. Nicht umsonst wächst der Stauraum um 25 Prozent auf 160 Liter bei offenem und 215 Liter bei geschlossenem Verdeck. Allerdings bleibt die Luke schmal und das Gepäckabteil zerklüftet, so dass man die Koffer schon sehr vorsichtig an ihren Platz friemeln muss, wenn man den ganzen Raum nutzen will.

Während der Unterbau also komplett neu ist und sich dabei gerade im offenen Auto als deutlich steifer und deshalb weniger anfällig für die Sünden des Straßenbaus erweist, kennt man den Überwurf schon vom Vorgänger. Zwar hat auch das Verdeck nun mehr Finesse, ist besser gefüttert, trägt auf Wunsch als Dekor den eingewebten „Union Jack“, funktioniert neuerdings zum ersten Mal komplett elektrisch und ist deshalb deutlich leiser als vorher. Doch es bleibt bei einer Stoffhaube mit doppelter Verwendung: Denn binnen 18 Sekunden und bei bis zu 30 km/h erst einmal komplett geschlossen, kann man das vordere Element danach einzeln öffnen und so ein Schiebedach simulieren. Das reicht selbst dann für Open-Air-Gefühle, wenn das Wetter draußen vielleicht zum Marktstart doch nicht nach „oben ohne“ ist.

Was man leider auch vom Vorgänger kennt, das ist die mäßige Übersicht, die bei einem Stadtauto natürlich besonders nervt: Bei geschlossenem Dach blockieren die textilen C-Säulen den Blick und wenn das Verdeck offen ist, kann man im Rückspiegel nicht viel mehr sehen als den Union-Jack auf der obersten Stofflage. Aber wofür hat man schließlich eine Rückfahrkamera und ein Heer elektronischer Helfer.

Am größten ist der Spaß dabei natürlich mit dem 192 PS starken Cooper S. Nicht nur, weil er den meisten Wind macht. Schließlich beschleunigt er den kleinen Sonnenschein mit seinen kurzfristig bis zu 300 Nm im besten fall in 7,1 Sekunden von 0 auf 100 und lässt bei 230 km/h Spitze eine ziemlich steife Brise aufkommen. Sondern vor allem, weil die Verbindung zwischen Mensch und Maschine im Cabrio natürlich noch ein bisschen enger ist und der zwei Liter große Turbo deshalb noch etwas inniger am Zentrum für Lust und Laune kitzelt. Im Sport-Modus wunderbar vorlaut, bollernd und gurgelnd, spielt er die perfekte Begleitmusik für den Summertime-Blues und lässt den Fahrer mit der Sonne um die Wette strahlen. Und auch wenn der offene Mini keinen Deut anders fährt als der offene Dreitürer, fühlen sich die Kurvenhatz über Land und der Kampf um den letzten Parkplatz in der Stadt noch ein bisschen direkter, intensiver und authentischer an.

Wer die rund 6 000 Euro gegenüber dem Mini One mit Dreizylinder und 102 PS von der Basis lieber spart oder in ein paar der schier endlos vielen Extras investiert, dem bieten die Briten dazwischen noch den ebenfalls dreizylindrigen Cooper mit 136 PS, und den Cooper D mit 116 PS, mit dem der Verbrauch auf günstigenfalls 3,8 Liter sinkt. Außerdem steht wie bisher ein Cooper SD mit 170 PS im Katalog. Und weil es in einem Cabrio nicht stürmisch genug sein kann, kommt bald auch der John Cooper Works, der mit 231 PS und bis zu 242 km/h auch die stärkste Föhnwelle klein bekommen wird. Zu den Kleinwagen zählt er dann nur noch der Form halber. Das gilt allerdings nicht nur für Fahrleistungen und Ausstattung, sondern auch für den Preis von stolzen 33 500 Euro.

Zwar ist der offene Mini mit einem Verkaufsanteil von 10 bis 15 Prozent schon jetzt das erfolgreichste Cabrio in der BMW-Gruppe. Doch in Zukunft könnte der Absatz sogar noch ein bisschen steigen. Allerdings nicht nur, weil das Auto einfach besser ist als vorher. Sondern auch, weil Mini den ungewöhnlichen Roadster mittlerweile eingestellt hat.


Der kleine Sonnenschein: So schützt uns Mini vor den Herbstdepressionen

MINI Cabrio Die Nächte kalt, die Tage grau und die Sonne schon seit Wochen nicht mehr zu sehen: Wer bei dem Wetter der letzten Tage nicht schwermütig werden will, der braucht schon ein sonniges Gemüt – oder ein Ticket nach Tokio. Denn dort enthüllt BMW kommende Woche die nächste Auflage des Mini Cabrio. Zwar kommt der kleine Luftikus erst im März 2016 in den Handel und zwingt uns noch ein bisschen zur Geduld. Doch schon die Aussicht auf die erste Ausfahrt dürfte vielen Mini-Fans die Herbstdepressionen von Hals halten – selbst wenn BMW einen Frischluft-Aufschlag von rund 4 000 Euro verlangt.

Dabei ist das Cabrio nun wirklich keine Überraschung: Genau wie alle anderen neuen Minis legt auch das Open-Air-Modell in jeder Hinsicht ein bisschen zu und wird zehn Zentimeter länger und vier Zentimeter breiter. Das Ambiente wird etwas feiner und die Liste der Ausstattung länger. Und für Knie und Koffer gibt es jetzt mehr Platz. Nicht umsonst wächst der Stauraum um 25 Prozent auf 160 Liter bei offenem und 215 Liter bei geschlossenem Verdeck.

Während der Unterbau also komplett neu ist, kennt man den Überwurf schon vom Vorgänger. Zwar hat auch das Verdeck nun ein bisschen mehr Finesse, ist besser gefüttert, trägt auf Wunsch als Dekor den „Union Jack“ und funktioniert neuerdings zum ersten Mal komplett elektrisch. Doch es bleibt bei einer Stoffhaube mit doppelter Verwendung: Denn binnen 18 Sekunden und bei bis zu 30 km/h erst einmal komplett geschlossen, kann man das vordere Element danach einzeln öffnen und so ein Schiebedach simulieren. Das reicht selbst dann für Open-Air-Gefühle, wenn das Wetter nicht nach „oben ohne“ ist.

MINI CabrioFür frischen Wind sorgen dabei zunächst drei Motoren, die man natürlich alle aus den anderen Baureihen kennt. Als Einstiegsmodell für 23 950 Euro gibt es das Cooper Cabrio mit 136 PS und einer Spitzengeschwindigkeit von 208 km/h. Wer aus aktuellem Anlass noch nicht die Lust am Diesel verloren hat, kauft für 25 900 Euro den 116 PS starken und 195 km/h schnellen Cooper D, und wenn es auf ein paar Euro mehr oder weniger nicht ankommt, ist wahrscheinlich der Cooper S für 27 950 Euro die beste Wahl. Schließlich hat der 192 PS und macht bei 230 km/h den meisten Wind. Dabei wird es aber ganz sicher nicht bleiben: Zumindest nach Oben ist da buchstäblich noch Luft für einen John Cooper Works.

Während Mini die Motorenpalette weiter ausbaut, streichen die Briten die Modellpalette allerdings kräftig zusammen: Einen Nachfolger für den Mini Roadster wird es deshalb vorerst nicht geben. Auch das ist ein Grund, weshalb man das neue Mini Cabrio künftig womöglich noch öfter sehen wird – und zwar nicht nur in Tokio.