Pirelli-Kalender 2012: Körperkontakte auf Korsika

Sandspielerei: Das holländische Model Saskia de Brauw am Strand von Korsika. Die Dame war bereits im Pirelli-Kalender von 2009 und 2011 zu sehen.

Wenn sich das Jahr dem Ende naht und in Mitteleuropa die Mantelkrägen hochgeschlagen werden, dann ist es Zeit für ein textilfrei-frivoles Kontrastprogramm. Zum Beispiel in Form des Pirelli-Kalenders, dessen 39. Ausgabe soeben in New York vorgestellt wurde. Der italienische Fotograf Mario Sorrenti steuerte für den Kalender 2012 die Bilder bei; insgesamt 25 Motive von neun Models und drei Schauspielerinnen, die allesamt auf Korsika entstanden.

Man müsste das nicht extra erwähnen, doch in einer Mitteilung legt der Reifenhersteller Pirelli wert darauf zu betonen, das Sorrenti ein Spezialist für Aktfotografie sei. Und tatsächlich waren in den vergangenen Jahren die abgebildeten Frauen selten so nackt wie im aktuellen Jahresplaner.

Volle Härte: Das litauische Model Edita Vilkeviciute in rauer Umgebung.

“Ich denke, dass durch das Ablegen der Kleider man dem Charakter, der Persönlichkeit eines Menschen sehr viel näher kommt als angezogen”, sagt Sorrenti. “Nacktheit ist einfach ehrlicher und reiner. Schon mein Vater, er war Maler, hat übrigens nur Akte zu Papier oder auf Leinwand gebracht. Damit bin ich praktisch aufgewachsen.” Sorrenti kennt übrigens das Gefühl, hüllenlos vor einem Kameraobjektiv zu stehen, denn er arbeitete bereits selbst als Nacktmodel für andere Fotografen.

Präsentiert wurde der neue Kalender in New York – mit großem Bahnhof im “The Armory”. Wie stets, wird es das gute Stück nicht zu kaufen geben, sondern die komplette Auflage wird ausschließlich an Kunden von Pirelli, Freunde des Hauses und Prominente verschenkt.

Kate Moss: Das britische Model ist ebenfalls im Kalender 2012 zu sehen. Erstmals war sie bereits im Pirelli-Kalender 1994 dabei.

Das Werk trägt übrigens den Titel “Swoon”, also Ohnmacht. Was genau das ausdrücken soll, lässt sich nicht genau klären. In der Pressemitteilung von Pirelli ist von Ekstase die Rede, die in den Bildern eingefangen sei, vom direkten Kontakt der Körper mit der sie umgebenden Natur und vom Dialog zwischen Model und Fotograf, der so intensiv und ästhetisch gewesen sei. Schön anzuschauen sind die Bilder übrigens auch. Und: Falls Sie nicht zu jenen gehören, die in den nächsten Tagen Post von Pirelli erhalten – gucken sie demnächst mal auf den einschlägigen Verkaufsportalen im Internet. Dort werden Pirelli-Kalender dann doch immer wieder auch verkauft.