Rinspeed Bamboo: Elektrisch und kunterbunt durch den Sommer

Rinspeed Bamboo: Ein Auto mit aufblasbarem Dach – das auch noch von James Rizzi bemalt wurde.

Wenn Anfang März der Autosalon in Genf beginnt, ist der Konzeptauto-Spezialist Rinspeed aus Zumikon bei Zürich bereits zum 33. Mal auf der wichtigsten europäischen Frühjahrs-Automesse vertreten. Rinspeed-Chef Frank Rinderknecht will die Schnapszahl der Messe-Auftritte mit einem ganz speziellen Auto feiern: der Studie Bamboo.

Der Name des viersitzigen Autos, das im Stile von Strandcruisern aus den siebziger Jahren gestaltet ist, soll “Sonne, Sand und Leichtigkeit” assoziieren, ist aber auch ein Hinweis auf diverse Bauteile aus Bambusfasern. Zudem handelt es sich natürlich um ein Elektroauto, das zudem mit einem Faltrat für “die letzte Meile” bestückt ist, wie Rinspeed mitteilt.

Die Technik des knapp 3,90 Meter langen Spaßmobils, das gut eine Tonne wiegt, ist reichlich ungewöhnlich. Eine Fräger-Elektromaschine die maximal 54 kW leistet, treibt das Sommermobil an. Die Beschleunigung von 0 auf Tempo 100 gelingt in 4,7 Sekunden, als Höchstgeschwindigkeit werden 120 km/h angegeben. Die Reichweite bei konstant 90 km/h soll nach Angaben des Hersteller gut 100 Kilometer betragen. Und die elektrische Energie schließlich wird in Lithium-Eisen-Akkus gespeichert, die über eine Kapazität von 16 kWh verfügt.

Bunter Jubel-Trubel: Ein Auto im typischen Stil des New Yorker Künstlers James Rizzi.

Die Präsentation des luftigen Autos mit Frontantrieb in Genf wird auf einem vom New Yorker Künstler James Rizzi gestalteten Messestand stattfinden. Aber auch das Auto wird einige Pop-Art-Elemente von Rizzi zeigen. Auf dem aufblasbaren Dach des Bamboo etwa ist eine von Rizzi handgemalte Strandszene zu sehen.  Auch die Ikone des Künstlers – der Rizzi-Bird – ist am Wagen zu finden, und zwar am Überrollbügel. Das Flugtier lässt sich in seiner Farbe verändern und soll so quasi als eine Art Gemütsampel dienen. Ein grüner Vogel beispielsweise signalisiert anderen Verkehrsteilnehmern: „Ich habe Lust auf Kontakt. Wo also ist die nächste Party?“ – So jedenfalls malt es sich Auto-Erfinder Rinderknecht aus.

Nicht nur optisch, auch olfaktorisch ist der Bamboo etwas Besonderes. Für die Insassen werden Lavendeldüfte verströmt, wahlweise auch salzige Strandbrisen oder der süßharzige Geruch von Pinienwäldern. Rinderknecht: „Wir haben ihn entworfen für Geniesser, die das Außergewöhnliche suchen, die anders sein und leben wollen. Als Muse stand uns dabei die Natur zur Seite.“

Während so gut wie alle Rinspeed-Kreationen der vergangenen Jahre als skurrile Solisten der Autowelt irgendwann wieder in der Rinspeed-Garage verschwanden, soll der Bamboo kein Einzelstück bleiben. Das Auto soll – entweder als elektrische oder aber auch als konventionell betriebene Version – in Serie gebaut werden. Als Zielpublikum sind Mietwagen nutzende Urlauber in südlichen Ländern sowie die Bewohner von Ferienanlagen avisiert.