Pirelli-Kalender 2015: Zum Glück keine Reifen

März-Kalenderblatt: Das Model Joan Smalls in Boxerpose. Copyright Pirelli Kalender 2015, Steven Meisel

März-Kalenderblatt: Das Model Joan Smalls in Boxerpose. Copyright Pirelli Kalender 2015, Steven Meisel

Im nächsten Jahr findet in Mailand die Weltausstellung Expo statt, und quasi als Vorgeschmack auf die große Sause lud jetzt der ortsansässige Reifenhersteller Pirelli in die Stadt, um dort die 42. Ausgabe des Pirelli-Kalenders zu enthüllen. Das großformatige Werk, das bei Kennern geschätzt ist und von Sammlern begehrt wird, wurde vom Modefotografen Steven Meisel gestaltet. Binnen fünf Tagen im Mai dieses Jahres wurden die Fotos aufgenommen, in einem Studio in New York. Während das Kalender-Konzept bislang oft darin bestand, spärlich bekleidete Models an exotischen Orten zu inszenieren, fielen diesmal die Reisekosten vergleichsweise niedrig aus. Steven Meisel begründet das so: “Ich wollte weder einen Begriffskalender machen, noch mich an besondere Locations binden. Ich wollte vielmehr zwölf Manifeste, auf denen die Frau und ihre Sinnlichkeit in zwölf vollkommen unterschiedlichen Aufnahmen im Mittelpunkt stehen.”
Kalendermotiv August: Das Model Sasha Luss im recht unvollständigen Matrosen-Outfit. Copyright Pirelli Kalender 2015, Steven Meisel

Kalendermotiv August: Das Model Sasha Luss im recht unvollständigen Matrosen-Outfit. Copyright Pirelli Kalender 2015, Steven Meisel


Meisel versuchte nach eigenen Angaben, die aktuellen Frauen-Stereotypen, die vor allem in der Mode immer wieder vorkommen, im Kalender darzustellen. “Ich wollte Kleidung und Accessoires auf das Wesentliche reduzieren und meine schöpferische Freiheit voll ausleben. Und ich fand meine Anregungen im Spiel mit Farben, Make-up und Materialien. Es war eine sehr zufriedenstellende Erfahrung.”
Der Titel des aktuellen Kalendariums lautet ganz schlicht “Calendar Girls 2015″. Zu sehen sind zwölf der momentan bekanntesten Models, darunter die beiden deutschen Sasha Luss und Anna Ewers.
Kalendermotiv Juni: Das deutsche Model Anna Ewers. Copyright Pirelli Kalender 2015, Steven Meisel

Kalendermotiv Juni: Das deutsche Model Anna Ewers. Copyright Pirelli Kalender 2015, Steven Meisel


In der Mode-, Model- sowie in der Fotografenszene ist der Pirelli-Kalender seit Jahrzehnten eine Institution. Die erste Ausgabe wurde 1964 veröffentlicht. Dass jetzt dennoch erst die 42. Ausgabe erscheint, hat mit einer vorübergehenden Einstellung des Projekts zwischen 1975 und 1983 zu tun, doch seither erscheint das Werk wieder regelmäßig.
Insgesamt arbeiteten sich bereits 29 Fotografen und vier Fotografinnen an dem Kalendarium ab, einige von ihnen schufen gleich zweimal einen Pirelli-Kalender. Einen ästhetischen Stempel haben dem Kalendarium unter anderem Annie Leibovitz, Herb Ritts, Richard Avendon, Peter Lindbergh oder Bruce Weber aufgedrückt. Und nach wie vor gilt: Dieser Kalender wird nicht verkauft, sondern von Pirelli verschenkt. Dass dennoch jedes Jahr etliche Werke im Internet für zum Teil erkleckliche Summen angeboten werden, ist eine andere Geschichte.


Motosound in Arbeit

MOTOSOUND nimmt allmählich Fahrt auf – Blick auf den Tacho des Koenigsegg Custom Vision.

MOTOSOUND nimmt allmählich Fahrt auf – Blick auf den Tacho des Koenigsegg Custom Vision.

MOTOSOUND – der Countdown läuft

Autos für die Ohren – in wenigen Wochen wird das wohl größte Archiv mit Auto-Tönen online gehen: Rund 600 Modelle mit insgesamt mehr als 3000 Sounds sind dann unter MOTOSOUND.de abrufbar. Und nicht nur das: Manche der Sounds können auch als mp3-Dateien heruntergeladen werden. Dazu kommen Sound-Quiz, Auto-Sound-Specials, ein aktueller Auto-Blog, die Möglichkeit selbst Autosounds hochzuladen und natürlich ständig frisch vertonte Auto-Neuheiten. All das in Kürze bei MOTOSOUND.de