Ferrari im Porzellan-Look

Wie ein Spinnennetz – oder eben wie Sprünge in kostbarem Porzellan – ziehen sich dunkle Linien über die Karosserie des 599 GTB Fiorano.

Wie ein Spinnennetz – oder eben wie Sprünge in kostbarem Porzellan – ziehen sich dunkle Linien über die Karosserie des 599 GTB Fiorano.

Manchmal kann es gar nicht exklusiv genug sein, und exklusiver als in diesem Fall geht es tatsächlich nicht. Am 3. November wird in Peking ein Ferrari versteigert, den es so nur ein einziges Mal weltweit gibt. Das Modell vom Typ 599 GTB Fiorano wurde vom chinesischen Künstler – und Ferrari-Fahrer – Lu Hao gestaltet und wirkt sehr zerbrechlich. Das liegt daran, dass die Karosseriebemalung die Oberfläche des höchst seltenen und wertvollen Ge-Kiln-Porzellans aus der Song-Dynastie nachahmt – was ein bisschen so wirkt, als gehe das komplette Auto in Kürze in Scherben.

Das ist natürlich keineswegs der Fall. Vielmehr ist der Wagen ein weiteres Mosaiksteinchen in Ferraris Strategie, den Aufsteigern in Fernost die Freuden des flotten Fahrens schmackhaft zu machen und dabei die Produkte aus Maranello in den Mittelpunkt zu stellen. Der Erlös der Auktion, bei der das Auto-Unikat unter den Hammer kommt, kommt übrigens einer Institution zugute, die Fahrzeugbau-Studenten in China unterstützt.