Dickschiff auf Diät – Kurz vor Schluss bekommt der Cayenne ein gutes Gewissen

So gemein kann öko sein: Porsche-Veredler Ruf macht aus dem Cayenne den ersten Elektro-Geländewagen der Welt. Trotz 2,7 Tonnen schafft er es in 10 Sekunden auf tempo 100 und schindet im Rückspiegel mehr Eindruck als jeder Turbo.

So grell kann öko sein: Porsche-Veredler Ruf macht aus dem Cayenne den ersten Elektro-Geländewagen der Welt. Trotz 2,7 Tonnen schafft er es in 10 Sekunden auf Tempo 100 und schindet im Rückspiegel mehr Eindruck als jeder Turbo.

Ökologisch sensibleren Zeitgenossen gilt er als Inbegriff des versoffenen Geländemonsters. Doch kurz vor dem Modellwechsel bekommt der Porsche Caynenne jetzt doch noch ein grünliches Gewissen. Während die Schwaben schon im Vorgriff auf die Neuauflage den Wagen noch mit einem Dieselmotor ausgerüstet haben und für die neue Generation einen Typ mit Hybridantrieb angekündigt haben, baut Veredeler Alois Ruf das Matsch-Trumm gemeinsam mit Siemens jetzt zum sauberen Stromer um. Ein 367 PS starker Elektromotor wuchtet das 2,7 Tonnen schwere Gefährt in zehn Sekunden auf Tempo 100. Auf der Landstraße kann man damit ordentlich Eindruck schinden; auf der Autobahn jedoch geht dem “Stormster” schnell die Puste aus: Mit Rücksicht auf die Kapazität der Lithium-Ionen-Akkus wurde die Höchstgeschwindigkeit auf 150 km/h limitiert. Und auch so reicht der Energievorrat für lediglich 200 Kilometer.

Obwohl weder ökologisch noch ernsthaft sinnvoll, ist der Stromster über das Stadium des Prototypen bereits hinaus: Beim Klimagipfel in Kopenhagen surren drei der elektrisierten SUV-Saurier im Shuttle-Dienst.