Angeben für Anfänger: Mit dem A35 senkt Mercedes die Hürde für den Einstieg bei AMG

Masse statt Klasse: Auf der Jagd nach immer größeren Stückzahlen senkt Mercedes jetzt noch einmal die Hürde für den Einstieg bei AMG. Nachdem die schnellen Schwaben schon in der letzten Generation mit dem A45 ordentlich abgeräumt haben, gibt es in der neuen Auflage des Kompakten nun als abgespecktes AMG-Performance-Modell erst einmal einen A35. Er feiert seine Weltpremiere Anfang Oktober in Paris und kommt im Januar in den Handel. Sein Preis dürfte bei guten 40 000 Euro liegen und ihn zu dem mit Abstand günstigsten Auto aus Affalterbach machen.

Dafür gibt es natürlich zu allererst mal einen stärkeren Motor. Wo der 2,0 Liter große Vierzylinder im A 250 auf 224 PS kommt, kitzeln sie bei AMG immerhin 306 PS aus dem Turbo-Motor. Bei maximal 400 Nm und serienmäßigem Allradantrieb reicht das für einen Sprintwert von 4,7 Sekunden und dass bei 250 km/h schon wieder Schluss ist, ist eher eine Frage der Politik als der Performance. Dazu gibt’s ein strammeres Fahrwerk mit adaptiver Verstelldämpfung, eine direktere Lenkung, weiter gespreizte Fahrprogramme und Bremsen mit mehr Biss.

Zwar liegen die Fahrleistungen fast auf dem Niveau des ersten A 45 AMG und GTI & Co ist auch der A 35 noch überlegen. Doch weil sich der Vorgänger so gut verkauft hat und weil AMG derzeit kaum eine Nische unbesetzt lässt, soll es beim 35er nicht bleiben. Sondern parallel zu ihrem neuen Einstiegesmodell haben die schnellen Schwaben auch wieder einen A 45 entwickelt, der mit dann vermutlich knapp 400 PS bereits mit den Hufen scharrt. Dass er ein bisschen später kommt, ist kein Schaden: Weil bei ihm das Limit von 250 km/h auf Wunsch aufgehoben wird, dürfte er den A35 schnell eingeholt haben.



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