Elektrischer Ernstfall: Mit dem iX3 beginnt auch bei den echten BMW die Akku-Ära

Allein im ersten Quartal fast 80 000 Zulassungen für New Energy Vehicles, an jeder Ecke Ladesäulen und mit Auspuff in den großen Städten das Kennzeichen nur noch aus der Lotterie – nirgends nehmen sie die Elektromobilität ernster als in China. Kein Wunder also, dass sich BMW die Motorshow in Peking für die nächste Stufe im Aktionsplan für das Akku ausgesucht hat: Mit der seriennahen iX3 stempeln die Bayern die i-Modelle gar vollends zum elektrischen Vorspiel und legen nun zum ersten Mal ein Modell aus der Kernmarke an die Leine.

Dabei setzen sie auf die mittlerweile fünfte Generation ihres Elektroantriebs, von dem sie sich vor allem mehr Flexibilität, Effizienz und schnellere Ladezeiten versprechen. Für den auch weiterhin über alle vier Räder angetriebenen X3 bedeutet das einen 272 PS starken E-Motor und eine 70 kWh große Lithium-Ionen-Batterie, die auch nach dem gestrengen WLTP-Zyklus eine Reichweite von über400 Kilometern verspricht. Und weil die Bayern einen 150 kW-Lader einbauen, kann man den Geländegänger im besten Fall in 30 Minuten wieder vollmachen.

Zwar soll der für das Ende der Dekade angekündigte iX3 zum ersten elektrischen Modell der Kernmarke werden und sich deshalb nahtlos ins Portfolio einfügen. Doch so ganz ohne Design-Differenzierung geht es dann doch nicht. Deshalb bekommt der Allradler zum Beispiel einen ungewöhnlichen Nierengrill mit einer geschlossenen und weit zurückgesetzten Oberfläche und ein strömungsgünstigeres Heck.

Mit der iX3-Premiere in Peking zollt BMW aber nicht nur den globalen Vorreitern der elektrischen Revolution Rechnung und zugleich seinem größten Absatzmarkt. Sondern damit erweisen sie auch dem Land die Ehre, in dem das Auto gefertigt wird. Denn zum ersten Mal bauen die Bayern in China nicht nur für China, sondern hohlen das auto von dort aus auch zurück in die alte Welt.



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