Die Größe des Raums: So deckt Renault den Platzbedarf in der Mittelklasse

Die Welt wird immer enger, doch Renault schafft jetzt erst einmal Platz. Denn wem die normalen Modelle in der Kompaktklasse zu knapp geschnitten sind, den locken die Franzosen nun wieder mit der Größe des Raums. Dem fünftürigen Mégane stellen sie deshalb ab sofort den Kombi Grandtour zur Seite und zum Scénic gibt es parallel jetzt auch wieder einen Grand Scénic.

Der Mégane Kombi startet bei 17 790 Euro und ist damit 1 000 Euro teurer als der Fünftürer. Dafür wächst der Wagen in der Länge um knapp 30 Zentimeter und bietet hinter der großen Klappe Platz für 521 Liter Gepäck. Lässt man die Sitze mit einem Griff am Schnapphaken in der Seitenwand umfallen, wächst der Stauraum über der ebenen Ladefläche auf 1 504 Liter. Und wenn man die Lehne des Beifahrersitzes flach macht, kommt man auf eine Ladelänge von 2,70 Metern. Außerdem gibt es einen doppelten Ladeboden, der sich auch als Raumteiler nutzen lässt.

Damit ist der Grandtour ist zwar ein profunder Praktiker. Doch spielt der Kombi aus Frankreich noch einen weiteren Trumpf: Wo die Konkurrenz vor allem die Vernunft bedient, lockt Renault mit Vergnügen und bietet neben den normalen Benzinern mit 100 oder 130 PS und den bodenständigen Dieseln von 90 bis 130 PS mit dem GT-Modell auch einen leidenschaftlichen Sportler: Ein kerniger Turbo mit 205 PS und 180 Nm treibt den Kombi in 7,1 Sekunden auf Tempo 100 und lässt ihn mit bis zu 230 Sachen über die linke Spur fliegen. Dazu ein elektronisch verstärkter Sound, das etwas knackigere Fahrwerk, die Allradlenkung und die tiefer ausgeschnittenen Sitze – fertig ist der potente Pampers-Bomber für den Power-Papi. Da muss man die Kind und Kegel schon ordentlich festschnallen, wenn es bei der Landpartie im Fond nicht zu üblen Verwerfungen kommen soll.

Während man mit dem Mégane GT so durchaus noch Eindruck schinden kann und selbst ein bisschen vom dynamischen Auftritt des Autos profitiert, ist der Grand Scénic das ideale Vehikel für verantwortungsbewusste Spießer. Da der Gigolo, dort das Auto, mit dem man vor allem die Schwiegermutter strahlen lässt. Schließlich kann sie sich berechtigte Hoffnung auf weitere Enkel machen, wenn das Jungvolk plötzlich mit dem um 4,41 auf 4,63 Meter gestreckten Van vorfährt.

Bei Preisen ab 21 290 Euro liegt der Grand Scénic 1 300 Euro über seinem kleinen Bruder, bietet dafür aber bei identischer Motorisierung mit zwei Benzinern von 115 und 130 PS und drei Dieseln von 110 bis 160 PS deutlich mehr Platz: Der Kofferraum wächst von 506 auf 718 Liter, mit umgeklappter Rückbank stehen 1901 statt 1 554 Liter zur Verfügung und wer tatsächlich mehr Sitze braucht, bekommt für 800 Euro zwei weitere Sessel in der dritten Reihe, die man aus dem Wagenboden falten kann.



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