Mehr Spannung in der Stadt: Jetzt steht die Smart-Familie unter Strom

An Energie mangelt es Annette Winkler für gewöhnlich nicht. Doch wenn die Smart-Chefin über ihre neuesten Modelle spricht, wirkt sich gar vollends elektrisiert. Kein Wunder, denn Smart steht unter Strom und will sich mit seinen Premieren in Paris endgültig zur Marke einer neuen Zeit wandeln. Nicht umsonst präsentiert die ebenso junge wie wilde Daimler-Tochter dort den Smart „Electric Drive“ und baut den sauberen Stromantrieb gleich in alle drei Modellvarianten ein. „Damit werden wir zur weltweit einzigen Marke, die all ihre Baureihen wahlweise mit Verbrenner oder mit Elektroantrieb anbietet,“ sagt Winkler. Los geht es noch Ende dieses Jahres in den USA, wo zuletzt jeder vierte Smart ein Stromer war. In Deutschland gehen die drei Akku-Autos dann Anfang 2017 in den Handel. Die Preise beginnen dann bei 21 940 Euro für den geschlossenen Zweisitzer, der Forfour kostet mindestens 22 600 Euro und das Cabrio als einziges elektrisches OpenAir-Modell auf dem Markt steht ab 25 200 Euro in der Liste. Zieht man die 3 000 Euro Staatsbonus ab, kostet der elektrifizierte Mini-Mercedes dann nicht mehr viel mehr als ein konventioneller Kleinwagen – wenngleich der natürlich trotzdem noch eine Nummer größer ist.

Technisch ist die Ausweitung der Modellpalette eine leichte Übung. Schließlich kommt überall der identische Komponentensatz zur Anwendung. Er besteht aus einem im Heck montierten E-Motor mit 60 kW/81 PS und 160 Nm, der seine Kraft aus einem Lithium-Ionen-Akku mit 17,6 kWh zieht. Er beschleunigt je nach Karosserievariante und Gewicht in 11,5 bis 12,7 Sekunden auf Tempo 100 und wird mit Rücksicht auf die Reichweite auf 130 km/h limitiert. Mehr als genug wir einen Kleinwagen, der ohnehin fast nur in der Stadt unterwegs ist und dafür fest versprochen 160 Kilometer schaffen soll.

Während sich die Fahrleistungen und Reichweite gegenüber dem Vorgänger kaum geändert haben, hat Smart vor allem die Ladetechnik optimiert. Zwar brauchen die Akkus in Deutschland an der Haushaltssteckdose noch immer mehr als vier Stunden, bis sie voll sind. Doch sind das schon 40 Prozent weniger als früher, argumentieren die Schwaben und verweisen zum Trost ganz stolz auf ihre neuen Schnelllader. Damit kann man den Bonsai-Benz an der richtigen Steckdose nämlich schon in 45 Minuten volltanken.

Wendig war er schon bisher und in diesseits des Ortschilds auch hinreichend spitzig. Wenn jetzt auch noch Lärm und Abgase wegfallen, steigt der Smart gar vollends zum City-Champion auf, sagt Winkler:  Der smart ist das perfekte Stadtauto, das mit dem elektrischen Antrieb einfach noch ein bisschen perfekter wird“.



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