Blitzmerker: So schlau fährt der Opel Zafira in die zweite Halbzeit

Opel Zafira

Opel Zafira

Die große Zeit der Großraumlimousinen ist zwar offenbar vorbei und Autos wie der Zafira haben deshalb einen schweren Stand. Doch Opel steht in Treue fest zu der Reiselounge auf Rädern und stemmt sich deshalb jetzt mit einem Facelift gegen den weiteren Abstieg. Dabei verkneifen sich die Hessen teure Änderungen an der mittlerweile ebenso ausgereiften wie ausgefuchsten Hardware mit sieben Motoren von 120 bis 200 PS und einem vorbildlich variablen Innenleben und bringen stattdessen lieber die Elektronik und das Design auf Vordermann.

Wenn der Zafira im September in die zweite Halbzeit startet, erkennt man ihn deshalb vor allem an der frisch geschminkten Frontpartie mit neuen Leuchten und einem prägnanten Grill sowie an einer neuen Generation von Infotainment-Systemen, die im aufgeräumtem Cockpit steckt.

Sie bieten künftig neben einem mobilen WLAN-Hotspot und dem digitalen Assistenten OnStar auch die problemlose Smartphone-Integration mit Apple CarPlay und Android Auto und machen mit ihrem großen Touchscreen ein paar lästige Knöpfe im Cockpit überflüssig.

Ebenfalls neu und eine Premiere im Segment sind die adaptiven AFL-Scheinwerfer mit LED-Technik und Kamera-Steuerung, die je nach Verkehrssituation neun unterschiedliche Lichtbilder auf die Straße zaubern und den Zafira so zur größten Leuchte in seiner Klasse machen wollen.

Das Cockpit wird ein wenig ergonomischer, das Lenkrad ist künftig griffiger und ein paar frische Farben gibt es auch. Doch sonst ändern die Hessen nichts am Innenraum. Warum sollten sie auch? Schließlich definiert der Zafira mit fünf oder  sieben ausgesprochen variablen Sitzen, 710 bis 1 860 Litern Stauraum, über 30 Ablagen und praktischen Details wie der verschiebbaren FlexRail-Mittelkonsole oder dem integrierten Fahrradträger FlexFix noch immer den Standard im Segment.

Auch an den Preisen dürfte sich bei der Modellpflege nicht viel ändern. Denn wenn Opel das Ende des Raumfahrtzeitalters nicht noch beschleunigen will, müssen die Hessen Maß halten und sich eng an der aktuellen Auflage orientieren, die als Selections-Modell bereits für 24 250 Euro in der Liste steht.



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