Maserati Alfieri: Je oller, je doller

Träum was Schönes: So sieht Maseratis Wunschvorstellung von einem neuen Einstiegsmodell aus.

Die schönsten Geschenke macht man sich am besten selbst – erst recht, wenn man seinen 100. Geburtstag feiert. Nach diesem Leitmotiv hat Maserati jetzt auf dem Genfer Salon den Alfieri enthüllt. Offiziell ist der traumhaft schöne 2+2-Sitzer zwar nur ein Schaustück für das Jubiläum und genau wie der ebenfalls in Modena gewonnene Aceto Balsamico das Kondensat eines Jahrhunderts voller Lust, Leidenschaft und Handwerkskunst, sagt Firmenchef Harald Wester. Doch natürlich haben die Italiener damit noch ein bisschen mehr vor: Der Alfieri ist auch Platzhalter und Appetitanreger für einen neuen Sportwagen, der Maserati noch breiter aufstellen und die Marke weiter verjüngen soll.

Dafür zielt die Ferrari-Schwerster diesmal ungewöhnlich tief: Mit einer Länge von nur knapp 4,60 Metern ist der Alfieri 30 Zentimeter kürzer als der GranTurismo und fährt deshalb auch nicht gegen Luxusliner wie den Bentley Continental, sondern direkt gegen den Porsche 911. Dazu passt auch die Preisschätzung von 125 000 Euro.

Coole Kehrseite: Das Heck des Alfieri strotzt nur so vor Kraft

Beim Kräftemessen mit dem Elfer und F-Type setzt Maserati nicht nur auf ein leidenschaftliches Design, das den legendären A6 GCS aus den Fünfzigern zitiert und zugleich das neue Markengesicht mit einem von sechs kantigen Streben vergitterten Grill vorwegnimmt. Sondern dazu gibt es einen nicht minder beseelten V8-Motor aus Maranello. Der ist zwar nicht mehr der neuste und bei 4,7 Litern Hubraum mangels Turbo mit seinen 460 PS allenfalls zweite Wahl. Doch hat er dafür zumindest im Messemodell einen so unnachahmlich vollen, betörenden Sound, das ein Elfer plötzlich mitleiderregend asthmatisch klingt.

Natürlich dürfen die Italiener jetzt erst einmal ihren runden Geburtstag feiern und dann wartet ja auch noch die Arbeit am Geländewagen Levante, der spätestens im nächsten Jahr fertig werden soll. Doch danach könnten sich die Entwickler den Alfieri durchaus noch einmal vornehmen. Und mit ein bisschen Glück haben spätestens 2017 auch die Kunden allen Grund zum Feiern – selbst wenn das runde Jubiläum dann schon wieder vorbei ist.



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