Strom-Schnelle: Mit diesem EX-1 knackt Peugeot alle Beschleunigungsrekorde

Starkstrom: Ein radikaler Roadster, der nur eines will - möglichst schnell beschleunigen.

Peugeot fährt bei der Elektromobilität zwar ganz vorne mit und bringt mit dem vom Mitsubishi i-Miev abgeleiteten Modell iOn zum Jahreswechsel eines der ersten europäischen Serien-Elektroautos an den Start. Doch mit der Fahrfreude ist es bei dem Kleinwagen nicht sonderlich weit her. Damit keiner glaubt, dass der Rausch des Rasens in der Zeit von Watt und Volt vollends vorbei ist, legen die Franzosen jetzt jetzt nach und rollen den Prototypen EX-1 ins Rampenlicht. Der elektrische Roadster sieht nicht nur besonders rasant aus, sondern ist auch extrem schnell: Kürzlich hat er ein halbes Dutzend Beschleunigungsrekorde aufgestellt und steht künftig als einer der spurtstärksten Stromer im Guinness-Buch.

Möglich machen das zwei Elektromotoren mit jeweils 170 PS und 240 Nm Drehmoment, die an Vorder- und Hinterachse montiert sind. Gespeist aus einem 30 Kilowattstunden großen Lithium-Ionen-Akku mit genügend Strom für 450 Kilometer, haben die Aggregate mit dem EX-1 buchstäblich leichtes Spiel. Denn der nur 90 Zentimeter hohe und nicht einmal 3,60 Meter lange Zweisitzer ist nicht nur ausgesprochen windschnittig, sondern auch federleicht: 750 Kilogramm bringt der weitgehend aus Karbon konstruierte Wagen auf die Waage.

Extrem leicht, ungeheuer geschmeidig und dann noch mit Elektromotoren bestückt, die ihre maximale Antrittsleistung ab der ersten Umdrehung bereitstellen – das reicht für sensationelle Fahrwerte: Bis Tempo 100 Tempo braucht der leider nie für die Serienproduktion vorgesehene EX-1 nur 3,6 Sekunden, den stehenden Kilometer schafft er in weniger als einer halben Minute und nach nur 6,6 Sekunden ist die Höchstgeschwindigkeit erreicht. Die liegt zwar mit 260 km/h weit jenseits dessen, was mit jedem Peugeot aus der Serie und erst recht mit dem iOn möglich ist. Doch für einen Rekord als schnellster Stromer aller Zeiten reicht das natürlich nicht. Den nämlich hält seit diesem Sommer ein anderes Auto aus Frankreich: Die Rennzigarre „Jamais Contente“ – eine Hommage an das erste Auto, das Tempo 100 erreichte und ebenfalls elektrisch angetrieben war – von Venturi war mit gut 515 km/h fast doppelt so schnell.



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