Mazda-Studie Shinari: Sprechen Sie Kodo?

Schneller Strich: Die neue Designlinie von Mazda soll vor allem Geschwindigkeit ausdrücken und macht den Shinari zur schönsten Studie der Saison.
Auf den Messen zählen die Autos von Mazda zu den großen Stars. Denn kein anderer Hersteller aus Japan hat in den letzten Jahren so scharfe Studien ins Rampenlicht gestellt. Doch auf der Straße sieht die Sache ein wenig anders aus: Gewöhnlich und austauschbar sind wohl noch die mildesten Adjektive, die man Modellen wie dem neuen Mazda 5 oder dem überarbeiten Mazda 6 anheften kann. Doch geht es nach Mazdas neuem Designchef Ikuo Maeda, ist mit der optischen Beliebigkeit bald Schluss.
Nachdem die Japaner eine Fahrzeuggeneration lang die vorsichtige Evolution gepflegt haben, ist es jetzt wieder Zeit für eine Revolution – und die trägt den Namen „Kodo“. Den japanischen Begriff übersetzt Maeda mit „Seele der Bewegung“ und meint damit genau jenden Moment, in dem sich die angestaute Energie entlädt: Bei einem Geparden vor dem Sprung, bei einem Bogenschützen unmittelbar vor dem Schuss oder beim Schwertkampf vor dem finalen Hieb.
Weil das alles ziemlich abstrakt und abgehoben klingt, belässt es Maeda-San nicht bei den schönen Worten und ein paar bunten Skizzen. Stattdessen lenkt er den Blick auf eine atemberaubende Studie, die bis in die letzte Faser der neuen Designlinie folgt. Shinari heißt das viertürige Coupé, das wohl auch als Jaguar oder Aston Martin durchgehen würde. Was den 4,88 Meter langen Luxusliner ausmacht, sind aber weniger die lange Haube, das flache Dach oder das knackige Heck. Sondern es sind die markant gebogenen und verdrehten Flächen, die sich wie Muskelstränge über die Flanken ziehen und die in scharfen Kanten enden. Außerdem hat der Wagen ein faszinierendes Lichtdesign mit Scheinwerfern wie stechenden Augen und endlich wieder ein Markengesicht, das ebenso unverwechselbar wie einprägsam ist.

Schöner Wohnen: Zumindest bei der Studie zeugt jetzt auch der Innenraum eines Mazdas von der LIebe zum Detail.
Auch im Innenraum fährt Mazda mit dem Shinari in eine neue Dimension: Zwar geht es trotz beinahe drei Metern Radstand unter dem flachen Dach ein bisschen eng zu. Doch sind die schlanken Schalensitze für die vier Passagiere trotzdem überraschend bequem. Und durch das fast komplett verglaste Dach entsteht ein lichtes Ambiente, das weit entfernt ist von den dunklen Höhlen, wie man sie vom Porsche Panamera oder dem Aston Martin Rapide kennt.
Dazu gibt es ein Cockpit, hinter dem sich der Fahrer wie an Bord eines Düsenjägers wähnt: Alle Schalter und Hebel liegen perfekt zur Hand und sind sanft um den Fahrersitz herum geschwungen. So wird der Fahrer buchstäblich zum Teil der Maschine. Obwohl mit neuen Materialien und vor allem mit neuem Mut gezeichnet, wirken die drei Rundinstrumente auf den ersten Blick wunderbar klassisch. Doch sobald die Lichtinszenierung beim Startvorgang vorüber ist und alle Bildschirme hochgefahren sind, blickt man in eine moderne Infortainment-Welt, die Mazda pfiffig programmiert hat. Um den Fahrer nicht mit Informationen zu überfrachten, gibt es drei Modi für Arbeit, Sport und Spiel, in denen unterschiedliche Zusatzinformationen von Kurzportraits der wartenden Geschäftspartner über aktuelle Restaurantempfehlungen bis hin zu detaillierten Routenempfehlungen wie aus einem Rallye-Roadbook eingeblendet werden.
Der Shinari soll ein echter Sportwagen sein, und so wähnt man zunächst einen Motor mit sechs oder acht Zylindern unter der Haube. Doch auch wenn der Wagen beim Start klingt wie ein Ferrari (Soundbeispiel: http://www.motosound.de/Mazda/Studie%20Shinari/2010/3941), ist die Designstudie ausgesprochen schmächtig motorisiert. Ein Vierzylinder aus dem Mazda 2 steckt unter der Kunststoff- und Kohlefaserhülle, damit niemand den Wagen auf die Bühne schieben muss.

Auf dem Weg in eine bessere Zukunft: Einige Linien der Designstudie Shinari sollen beim nächsten Mazda 6 tatsächlich in Serie gehen.
Aber Maeda denkt beim Thema Kodo ohnehin nicht nur an einen Sportwagen, obwohl ihm rasante Autos am Herzen liegen.Immerhin war sein erstes großes Projekt bei Mazda der RX-8 und sein Vater hatte vor gut 30 Jahren für Mazda den Sportwagen RX-7 gestylt. Tatsächlich jedoch ist die Studie Shinari bereits ein erster optischer Fingerzeig auf das Design des nächsten Mazda 6, der in voraussichtlich zwei Jahren auf die Straße rollen wird. Und wer mit den Leitern der Mazda-Designstudios in Oberursel, Yokohama oder Kalifornien spricht, lernt schnell, dass die Kodo-Linie auch zu flotten Kleinwagen ode sportlichen Geländemodellen passt. „Das bleibt kein leeres Versprechen, sondern das werden Sie bald auf der Straße sehen“, betonen die Kreativen bei jeder Gelegenheit.
Dass es Maeda ernst meint mit seiner neuen Desginsprache und deren Umsetzung in den Serienmodellen, das erkennt man schon an den Plänen für den Shinari. Das Raubtier auf Rädern soll möglichst bald rollen und nicht zu einem Salonlöwen verkommen – auf der nächsten großen Automesse in Paris wird man den Wagen deshalb gar nicht erst sehen.
Schaut echt geil aus!!! Wenns den gibt steht er sicher zu Hause in meiner Garage!!!!
SUPER!!! Das Auto kan ich mir sehr gut neben meinem XEDOS 6 2.0 24v in meiner Garage vorstellen.
DANKE KODO für dieses Wunder
traumhafte Linienführung, bin auf den preis gespannt. Macht ihn nicht zu teuer, dann gibt es sicher viele neue Fans die für Mazda mit diesem Auto Werbung fahren.
Ein Hammerdesign, bitte, bitte bringt das Auto genau so, ich werde ihn dann sicher kaufen…