Gunbus – eine Gigantin auf Rädern

Die Gigantin und ihr Meister: Clemens Leonhardt auf seiner Gunbus, dem größten straßenzugelassenen Motorrad der Welt.

Die Gigantin und ihr Meister: Clemens Leonhardt auf seiner Gunbus, dem größten straßenzugelassenen Motorrad der Welt.

Gegen dieses Motorrad sehen Honda Goldwing und die Fatboy von Harley Davidson aus wie Spielzeug-Roller. Denn was Clemens Leonhardt aus Eppingen bei Heilbronn da in den letzten Jahren auf die riesigen Ballonräder gestellt hat, ist nichts weniger als das größte fahrbare Serienmotorrad der Welt.

Kraftpaket: Zwei Zylinder mit 6,7 Litern Hubraum bringen die Gigantin auf Touren.

Kraftpaket: Zwei Zylinder mit insgesamt 6,7 Litern Hubraum bringen die Gigantin auf Touren.

Seine Gunbus ist 3,45 Meter lang, hat mit 2,41 Metern mehr Radstand als mancher Kleinwagen und kann es bei einem Gewicht von 650 Kilogramm fast mit einem Smart aufnehmen. Angetrieben wird das Monument aus Stahl und Aluminium von einem V-Motor mit zwei Zylindern, von denen jeder mehr Hubraum hat als die sechs Zylinder mancher Oberklasse-Limousine zusammen: Durch jeweils mehr als 3,3 Liter stampfen die beiden Kolben und lassen die Erde erzittern. Entsprechend imposant sind die Leistungsdaten der gewaltigen Maschine, die 350 PS und 710 Nm auf die Straße bringt und damit trotz ihrer wenig zierlichen Figur locker 250 km/h schafft.

Zwar braucht es ein wenig Geschick und Feingefühl für den Tanz mit der Gigantin. Doch Entwickler Leonhardt will dieses Vergnügen gerne teilen: Für knapp 240.000 Euro pro Stück könnte er drei bis vier Gunbus pro Jahr bauen.