Showstar aus Saarlouis: Der Ford Focus fährt bei Jay Leno

Hollywood unter Strom: Ab sofort müssen die Gaststars in der Jay Leno-Show mit diesem auf Batterieantrieb umgerüsteten Ford Focus ST um Bestzeiten fahren

Hollywood unter Strom: Ab sofort müssen die Gaststars in der Jay Leno-Show mit diesem auf Batterieantrieb umgerüsteten Ford Focus ST um Bestzeiten fahren

Der Ford Fiesta ist in den USA schon ein kleiner Star. Und jetzt fährt auch der Focus ins Blickfeld der amerikanischen Öffentlichkeit – und zwar mit Elektroantrieb. Eigens für die von NBC produzierte Jay Leno-Show hat die amerikanische Konzernmutter bei ihrer Kölner Dependance einen Focus ST aus Saarlouis bestellt und den Wagen in Detroit zum schnellen Stromer umgerüstet. Mit ihm müssen die Gaststars des autoverrückten Moderators nun in einer “Green Car Challenge” über eine eigens auf dem Studiogelände in Hollywood angelegte Rennstrecke flitzen. Für die Jungfernfahrt hat Leno keine geringere gewonnen als Drew Barrymore. Ganz so spritzig wire im Original ist der in “Electric Orange” lackierte Focis ST zwar nicht mehr. Doch statt 225 gibt es immernoch 141 PS und identische 320 Nm, so dass die Film- und Fernsehgrößen beim Start ganz ordentlich in die Schalensitze gepresst werden und die Fünfpunkt-Gurte nicht zu unrecht tragen. Und auch wenn die Sendezeit so eine lange Fahrt nicht hergibt: Die Reichweite des Stromers liegt bei 130 Kilometern.


Schnell und virtuell: Mit dem Scirocco R über die Nordschleife

Schneller telefonieren: Der Scirocco R jagt jetzt auch übers iPhone

Schneller telefonieren: Der Scirocco R jagt jetzt auch übers iPhone

Eine echte Runde auf der Nordschleife werden im Scirocco R wohl nur die wenigsten drehen können. Doch virtuell kann jetzt bald jeder durch die Grüne Hölle jagen – zumindest wenn er ein iPhone oder einen iPod hat. Denn dafür hat VW nun ein Spiel programmieren lassen, das den Einsatz beim 24-Stunden-Rennen simuliert und wahlweise mit dem Touchscreen oder dem Bewegungssensor gesteuert wird. Ganz so schnell wie das Original mit 265 PS ist der Cyber-Racer zwar nicht. Doch ist die Raserei dafür politisch korrekt: Denn sie ist absolut CO2-neutral.


Der elektrische Wolf zeigt scharfe Zähne

Dies ist offenbar der Herbst der Stromsportler: Nicht nur die etablierten Autohersteller wollen mit elektrisierten Sportwagen beweisen, dass man reuelos rasen kann, sondern im Windschatten von Audi E-tron oder Mercedes SLS mit E-Antrieb surren auch eine ganze Reihe von Neueinsteigern an die Startlinie.

Vom Blitz getroffen: Mit dieser Elektrorakete für 150 000 Euro tritt e-Wolf den Beweis an, das Strom auch was mit Spaß zu tun hat

Vom Blitz getroffen: Mit dieser Elektrorakete für 150 000 Euro tritt e-Wolf den Beweis an, das Strom auch was mit Spaß zu tun hat

E wie extrem: Mit diesem Stromsportler will e-Wolf ab 2011 gegen Lamborghini und Ferrari antreten. Allerdings wird der Spaß auch seinen Preis haben. Unter 200 000 Euro dürfte der E-2 kaum zu haben sein.

E wie extrem: Mit diesem Stromsportler will e-Wolf ab 2011 gegen Lamborghini und Ferrari antreten. Allerdings wird der Spaß auch seinen Preis haben. Unter 200 000 Euro dürfte der E-2 kaum zu haben sein.

Einer davon ist der E1 von e-Wolf aus dem Sauerland.Geformt wie eine Rakete auf Rädern und entwickelt nach den Prinzipien aus dem Formel-Sport feiert der Einsitzer nächste Woche seine Premiere auf der IAA und geht zu Preisen ab 150.000 Euro noch in diesem Herbst in den Handel. Zwar sind 150 PS und 250 Nm nicht die Welt. Doch weil der offene Einsitzer mit einer Schicht besonders flacher Lithium-Ionen-Akkus im doppelten Boden keine 500 Kilo wiegt, lässt er mit einem Sprintwert von weniger als fünf Sekunden die meisten anderen Sportwagen locker stehen. Und 230 km/h Spitze sind für einen Stromsportler auch nicht schlecht.

Noch einmal deutlich teurer wird der E2, den es bislang nur als digitale Animation gibt. Mit kantigem Design, zwei Sitzen und faszinierenden Fahrleistungen soll er ab 2011 gegen Lamborghini und Ferrari antreten. Dafür montieren die Sauerländer vier Elektromotoren mit zusammen mehr als 544 PS und dazu 1000 Nm, die mit der nicht einmal 900 Kilo schweren Flunder buchstäblich leichtes Spiel haben sollten. Allerdings hat e-Wolf für den E2 noch keine Fahrleistungen berechnet. Nur die Reichweite wurde bereits auf 300 Kilometer festgelegt. Und der CO2-Ausstoß ist auch schon klar: Wie bei jedem Elektroauto liegt er bei 0 g/km.


Quasimodo 2.0


So war das mit der Buckelpiste nicht gemeint: Nach BMW kreuzt nun auch Honda Limousine, Coupé und SUV - und langt mit dem Accord Crosstourer stilistisch genauso daneben wie die Bayern mit dem 5er GT.

So war das mit der Buckelpiste nicht gemeint: Nach BMW kreuzt nun auch Honda Limousine, Coupé und SUV - und langt mit dem Accord Crosstourer stilistisch genauso daneben wie die Bayern mit dem 5er GT.

Offenbar ist kein Auto-Konzept schräg genug, als dass es nicht sofort auch ein paar Nachahmer findet. Und wenn BMW es vormacht, kann es ja wohl so schlecht nicht sein – haben sich augenscheinlich die Produktstrategen bei Honda gedacht.

Kaum geht bei den Bayern der unkonventionelle Buckel-5er mit dem irreführenden Beinamen Gran Turismo an den Start, geben die Japaner die ersten Fotos des Accord Crosstourers frei. Genau wie der BMW 5er GT will auch dieses Modell mit hoher Sitzposition und variablem Innenraum die Vorzüge von Limousine, Kombi und SUV vereinen – und genau wie der BMW scheitert das Vorhaben an der Form, die dabei heraus kommt.

Denn schön ist die Kombination aus filigraner Coupé-Linie, biederem Limousinen-Design und der erhöhten Bodenfreiheit eines Geländewagens auch bei Honda nicht geworden. Doch bleibt den Europäern zumindest ein kleiner Trost: Während der 5er GT Ende Oktober zu den hiesigen Händlern und kurz darauf auch auf die Straße kommen wird, bleibt der Honda Accord Crosstourer vorerst für andere Märkte bestimmt. Zwar hat Honda natürlich auch in Deutschland einen Accord im Programm, doch weil das US-Modell und eben auch der Crosstourer auf einer anderen Plattform steht, ist der Import fürs Erste ausgeschlossen.


Die Kunst der Strasse


Rose der Ringe: Legt man die Autobahnringe um Städte wie Paris, Moskau, oder Rom um ein imaginäres, gemeinsames Zentrum, bekommt man nicht nur eine schöne Vorstellung von der jeweiligen Größe, sondern vor allem eine Grafik mit angenehm beruhigender Wirkung - vor allem für den nächsten Stau.

Rose der Ringe: Legt man die Autobahnringe um Städte wie Paris, Moskau, oder Rom um ein imaginäres, gemeinsames Zentrum, bekommt man nicht nur eine schöne Vorstellung von der jeweiligen Größe, sondern vor allem eine Grafik mit angenehm beruhigender Wirkung - vor allem für den nächsten Stau.

Da soll noch einer sagen, Umgehungsstraßen und Stadtautobahnen hätten keinen ästhetischen Reiz. Im real existierenden Stop-and-Go-Verkehr mag man ihre Schönheit bisweilen verkennen, doch Studenten der Rice School of Architecture an der Universität von Houston im US-Staat Texas haben jetzt den Reiz der Ringe grafisch eindrucksvoll zu Tage gefördert: Sie haben Ringautobahnen wie den Gürtel in Wien, die Peripherique in Paris und andere um ein gemeinsames Zentrum gelegt und die so entstandenen Flächen unterschiedlich eingefärbt. Es wuchs so ein Bild von beinahe beruhigender Schlichtheit und Schönheit – genau das richtige Mandala, wenn man auf dem Weg um Houston, Moskau oder Paris mal wieder im Stau steht.


Reva kündigt ominöse Blitzladung an

Reva-Chef Chetan Maini mit der Elektroauto-Studie NXG, die bereits Anfang 2010 in Europa auf den Markt kommen soll.

Reva-Chef Chetan Maini mit der Elektroauto-Studie NXG, die bereits Anfang 2010 in Europa auf den Markt kommen soll.

Wie genau es vor sich gehen soll wird natürlich noch nicht verraten, und es klingt eigentlich auch viel zu phantastisch. Das indisch-kalifornische Joint-Venture Reva mit Sitz in Bangalore wird in der kommenden Woche auf der IAA nicht nur zwei Elektro-Stadtautos vorstellen, sondern auch ein Batterie-Schnellladetechnik, bei der die Akkus der Autos per Fernentladung wieder  mit Energie versorgt werden. Man wolle den Elektroautofahrern so die Sorge vor dem plötzlichen Liegenbleiben mit leeren Batterien nehmen, heißt es in einer vorab verbreiteten Mitteilung.

Das Verfahren, elektrische Energie durch die Luft zu übertragen, ist durchaus bekannt. In jüngster Zeit erregte vor allem der US-Physiker Marin Soljacic Aufsehen mit entsprechenden Versuchen. Dabei wird der Strom durch ein Magnetfeld übertragen – das Verfahren wird Witricity genannt. Bislang können auf diese Weise zirka vier Meter Distanz zwischen zwei Spulen überbrückt werden – da erscheint es reichlich utopisch, an eine Fernaufladung über viele Kilometer zu denken. Allerdings ist bereits davon die Rede, Elektroautos an speziellen Ladestation verbindungslos “aufzutanken”, indem sie etwa direkt über im Boden eingelassenen Strom-Sendern parken. Dann betrüge die Entfernung zwischen der Stomquelle und der Batterie aber auch nur wenige Zentimeter.

Wesentlich konkreter als die mysteriösen Fernaufladungs-Visionen von Reva sind die beiden Autos, die das Unternehmen in Frankfurt vorstellt. Der Viersitzer NXG soll bereits im kommenden Frühjahr in Europa auf den Markt kommen. Und eine sportliche Coupé-Variante, die ebenfalls auf der IAA gezeigt wird, könnte dann 2011 folgen. Derzeit entsteht in Bangalore eine neue Fabrik, in der schon bald mindestens 30.000 Elektrofahrzeuge pro Jahr gebaut werden sollen. Es scheint, also ob sich auf diesem neuen Markt auch ganz neue Anbieter als die altbekannten Auto-Platzhirsche tummeln werden. Tesla Motors (de übrigens heute in München die erste Niederlassung in Europa eröffnen) war gewiss nur der Anfang.


Formel 1 für die Straße

Mc Laren MP4-12C: Mit diesem Straßensportler will Mc Laren die Lücke füllen, die das Ende des Mercedes SLR im Werk Woking hinterlässt. Allerdings sind die Ziele noch ambitioniert: Der "beste Supersportwagen der Welt" soll pro Jahr mehr als 1 000 Mal verkauft werden.

Mc Laren MP4-12C: Mit diesem Straßensportler will Mc Laren die Lücke füllen, die das Ende des Mercedes SLR im Werk Woking hinterlässt. Allerdings sind die Ziele ambitioniert. Der "weltbeste Supersportwagen " soll pro Jahr mehr als 1000mal verkauft werden.

Bislang musste sich Ron Dennis mit Rücksicht auf den Mercedes SLR bei neuen Straßenautos zurükhalten. Doch jetzt, wo in Woking die letzten Silberpfeile fertig werden und Mercedes-AMG stattdessen den neuen Flügeltürer in Position bringt, darf auch McLaren eigene Wege im Serienautobau gehen. Wohin die führen, zeigen die Briten mit einem neuen Supersportwagen, der das etwas sperrige Typenkürzel MP4-12C führt. Fast vollständig aus Karbon gebacken, soll der direkt aus der Formel 1 abgeleitete Zweisitzer Anfang 2011 gegen Porsche 911 Turbo, Lamborghini Gallardo oder Ferrari 458 antreten. Dafür bekommt die Flunder einen neuen, 3,8 Liter großen V8-Motor mit Doppelturbo, der bis etwa 8500 Touren dreht und rund 600 PS leisten wird. Nur über den Preis verraten die Briten noch nichts – aber dafür haben sie ja noch mehr als ein Jahr Zeit.


Grüner Feger aus Kalifornien

Das viertürige Sportcoupé Fisker Karma soll 2010 auf die Straße kommen und dank Plug-In-Hybridantrieb im Durchschnitt mit 3,5 Liter Sprit je 100 Kilometer auskommen.

Das viertürige Sportcoupé Fisker Karma soll 2010 auf die Straße kommen und dank Plug-In-Hybridantrieb im Durchschnitt mit 3,5 Liter Sprit je 100 Kilometer auskommen.

Die kalifornische Firma Fisker Automotive wird auf der IAA das viertürige Sportcoupé Karma mit Plug-In-Hybridtechnik zeigen, das im kommenden Jahr in Serie gehen soll und laut Hersteller dann das sauberste und sparsamste Auto dieser Klasse sein wird. Als Eckwerte nennt Fisker für den Karma eine Durchschnittsverbrauch von 3,5 Liter je 100 Kilometer und einen CO2-Ausstoß von 83 Gramm je Kilometer. “Der Fisker Karma stellt die Zukunft des Autofahrens da”, sagt Vorstandschef Henrik Fisker. Das klingt ziemlich großspurig, aber zunächst einmal wird das Auto natürlich ein Nischenprodukt bleiben. Noch sind zahlreiche Details nicht bekannt, aber klar ist, dass die elektrische Energie in einer Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 22 kWh an Bord gespeichert wird, mit der alleine das Auto aber höchstens 80 Kilometer weit kommt. Weil außerdem ein Benziner für das Vorwärtskommen sorgt, sind bei vollem Tank und voller Batterie insgesamt 480 Kilometer Reichweite drin, ehe dem Karma der Vorwärtsdrang ausgeht.


Der Dritte im Bunde

Appetithäppchen - dieser schemenhafte Kleinwagen könnte der Vorbote der neuen Ente sein.

Appetithäppchen - dieser schemenhafte Kleinwagen könnte der Vorbote der neuen Ente sein.

Dieses Jahr will es Citroen zur IAA aber wissen: Als hätten die Franzosen mit dem neuen C3 und seinem vornehmen Ableger DS3 nicht genung heiße Eisen im Feuer, machen sie nun Lust auf eine dritte Premiere. Dumm nur, dass man von diesem Kleinwagen auf dem derzeit einzigen Foto bislang noch nicht viel mehr als die lange Habe und das helle Dach erkennen kann. Doch wenn der C3 ausgewechselt wird, dann ist es auch höchste Zeit für einen Nachfolger des Pluriel. Und wer weiß: Vielleicht wird daraus ja doch noch die neue Ente.


Geisterstunde bei Rolls-Royce

Rolls-Royce Ghost – das neue Modell der Marke rollt 2010 auf die Straße.

Rolls-Royce Ghost – das neue Modell der Marke rollt 2010 auf die Straße.

Offiziell wird das Tuch am ersten Tag der IAA, also am 15. September, vom neuen Rolls-Royce Ghost gezogen. Doch schon jetzt hat die britische Traditionsmarke einige Details zum neuen, 5,40 Meter langen und damit “kleinen” Modell bekannt gegeben. Zum Beispiel, dass der Wagen 6988 Schweißpunkte besitzt, oder dass es sich beim Modell Ghost um den stärksten bislang produzierten Rolls-Royce überhaupt handelt.

Unter der Haube des 2,4 Tonners sitzt ein neuer 6,6-Liter-V12-Twin-Turbo-Motor der 570 PS mobilisiert und ein maximales Drehmoment von 780 Nm entwickelt. Wenn es also mal schnell gehen soll, lässt sich der Luxusdampfer in 4,9 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen und erreicht eine maximale Reisegeschwindigkeit von 250 km/h. Die Kraft wird über eine Achtgang-Automatik an die Hinterräder geleitet. Als Durchschnittsverbrauch gibt Rolls-Royce 13,6 Liter an – der CO2-Ausstoß läge in diesem Fall bei 317 Gramm je Kilometer.